Maskottchen: “Hoffi” kann weiter hoffen

Was für ein Herzschlagfinale. Tor oder doch nicht? Passives Abseits oder aktives Einwirken ins Geschehen? Der letzte Spieltag der Bundesliga-Saison bot zumindest im Tabellen-Keller ein Hitchcock-Finale: Die TSG 1899 Hoffenheim schaffte es in die Relegation. Der Elch “Hoffi” lebt noch, er kann weiter hoffen. Grund genug für die Stehplatzhelden das Maskottchen der Kraichgauer kurz vorzustellen, bevor der Elch vielleicht doch noch abgeschossen wird in den nächsten zwei Wochen.

Paul Scharner: Zwischen Himmel und Hölle

Paul Josef Herbert Scharner, geboren 11. März 1980 in Niederösterreich, ausgebildeter Elektrotechniker, unter Vertrag bis 2014 beim Hamburger SV, gegenwärtig ausgeliehener Spieler bei Wigan Athletics in England. Er hat denselben Mentalcoach wie DJ Ötzi. Seine Lieblingsfarbe ist Ferrari-Rot. Dieser “Rotzbueb”, der offensichtlich auch ganz selbstironisch sein kann (dieses Video findet man auf seiner eigenen Internet-Seite), erlebte die aufregendste Woche als Fussballer – sieben Tage in sieben Tweets:

Time to Say Goodbye. Rücktritte und Entlassungen am Ende einer Saison.

Saisonende, Übergangszeit. Das Transferkarussell fängt an, sich zu drehen, das Sommerloch schickt erste Vorboten, und Abschiede werden bekanntgegeben. Letzteres scheint diesen Sommer deutlich umfassender auszufallen, als in anderen Jahren: Sir Alex Ferguson verlässt nach 27 (!) Jahren Manchester United, Paul Scholes geht gleich mit, und nun ist auch der Popstar und Weltenbummler David Beckham aufs Altenteil gegangen. Schaut man in heimische Gefilde, so entscheidet sich demnächst, ob Don Jupp den Emeritus macht oder aber sich noch einmal den Madrider Wahnsinn antut, und der mit einer doppelten Staatsbürgerschaft (Lüdenscheid-Nord/Herne-Ost) ausgestattete Exmadrilene Christoph Metzelder will sich nun auch auf karitative Aufgaben (als “Fußballexperte”) konzentrieren.

Haare gefärbt: Peter Neururer und die buntesten Frisuren der Bundesliga

Peter Neururer mit gefärbten Haaren in blau weiß

Peter Neururer am 14. Mai 2013

Mit vier Siegen in Folge und 8:1 Toren rettete Peter Neurer den VfL Bochum kurz vor Saisonende vor dem Abstieg in die 3. Liga. Er hatte selbst fast nicht mehr mit einem Comeback auf dem Trainerstuhl gerechnet, wie seine kürzlich veröffentlichte Biografie vermuten lässt.

BVB-Eklat in Brandenburg: “Kevin, der Junge heißt Kevin!”

Unser treuer Leser Markus konnte seinen Augen nicht trauen, als er im Brandenburgischen unterwegs war. Musste er doch mit ansehen, wie der dortigen Autobahnmeisterei beim festlichen Schmücken der Autobahn zur Vorbereitung auf das Champions League Finale ein gravierender Fehler unterlaufen ist.

BVB-Revolutionär Großkreuz auf der Autobahn

BVB-Revolutionär Großkreuz auf der Autobahn

Reif für die “Hall of Fame”

Finale Dahoam 2.0: Uli vor der Ablösung?

Nun hat der Bratwurstkönig Hoeneß doch noch mal die Chance, dahoam alles klar zu machen. Dank seines leicht schludrigen Umgangs mit zu entrichtenden Steuermillionen geht es heute aber nicht darum, das Trauma Chelsea zu besiegen, sondern den eigenen (Groß)Kopf(erten) aus der Schlinge zu ziehen, wenn Uli Hoeneß sich dem Aufsichtsrat des FCB erklären muss. Und es würde am Ende dieser Saison nicht einer gewissen Ironie entbehren, wenn Bayern München das historische Titeltriple einfahren würde und ihr größter Fan/Mäzen/Macher dies von seinen Ämtern entbunden erleben müsste. Ich bin mir relativ sicher, dass Gefängnis für den Uli kaum schlimmer sein könnte.

Benteke zu Borussia Dortmund? Aston Villa Star sucht Traumstadt

Der belgische Nachwuchsstürmer Christian Benteke wollte schon immer nach London und wechselte zu Saisonbeginn für 8,8 Mio. Euro vom KRC Genk zu Aston Villa in die Premier League. Dort verlief es für ihn weiter wie am Schnürchen – in der nun fast abgelaufenen Saison erzielte der 22jährige bereits 18 Treffer.

Biografie von Peter Neururer: Zeitreise durch 25 Jahre Bundesliga

Es gibt Trainer, die tauchen im Profifußball auf und verschwinden wieder, ohne Spuren zu hinterlassen. Und es gibt Peter Neururer.

Buch: Biografie von Peter Neururer

Buch: Biografie von Peter Neururer

Viereinhalb Jahre hat Neururer darauf warten müssen, wieder auf der Bank in einer der beiden höchsten Deutschen Spielklassen zu sitzen. Bis sich Anfang April der VFL Bochum, in akuter Abstiegsgefahr befindend, an seinen ehemaligen Erfolgstrainer erinnerte und in ihn den letzten Rettungsanker erkannte.

Bremer Fans sind erstklassig – damit Werder es auch bleibt

Es war eine beeindruckende Situation: Eine halbe Stunde nach Abpfiff der Partie, in der Werder Bremen zwar eine couragierte Leistung zeigte, am Ende gegen Leverkusen den Platz aber wieder als Verlierer verließ, war der Gästefanblock noch prall gefüllt. Die Werder-Fans feierten ihre Mannschaft euphorisch, als hätte der Club gerade einen Titel geholt. Spieler und Trainer kamen zurück aus der Kabine, um die Unterstützung der Fans zu genießen und diesen Respekt zu zollen.

Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt: Manager sind auch nur Spekulationsobjekte

Ein Geständnis gleich vorweg: Auch wenn ich schon einmal in Freiburg war und in Hannover sogar wohne, habe selbst ich keine Ahnung, warum sich Hannover 96 von Jörg Schmadtke (oder andersherum) und der SC Freiburg von Dirk Dufner (oder andersherum) getrennt haben. Aber das muss ja niemandem am fröhlichen Spekulieren hindern, wie die stets bei Puls 180 laufende Sportpresse dieser Tage zeigt und ein blitzsauber recherchiertes Gerücht nach dem nächsten raushaut. Auffällig ist natürlich, dass sich die auf “gut informierte Quellen” und “vereinsnahe Informanten” berufenden, hochseriösen Lokalreporter sowohl im Norden als auch im Süden auf ein kloßbrühenklares Szenario einigen können: Es lag jeweils am “gestörten” Verhältnis zwischen Trainer und Manager, und da hat dann der jeweilige Geschäftsführer Sport keinen Ausweg mehr gesehen und die Papiere eingereicht.