Fußball-Tickets auf dem Schwarzmarkt kaufen (Teil 2): Unmoralisch oder illegal?

Ticket_Liverpool_vorne

Unser erster Artikel zum Kauf von Schwarzhändlern vor dem Stadion hatte einige Fragen aufgeworfen und Debatten angeregt. Bevor es mit Tipps zum Kauf am Stadion weitergeht (Teil 3), wollen wir Stellung dazu beziehen, ob oder wann das Kaufen auf dem Schwarzmarkt illegal oder anderweitig bedenklich ist.

Ist der Kauf auf dem Schwarzmarkt illegal?

Zunächst ein paar juristische Anmerkungen. Und zwar nicht in Form eines Disclaimers oder zum Angst machen, sondern eher zur Beruhigung: Wer Tickets auf dem Schwarzmarkt kauft, macht sich nicht strafbar. Man verstößt allenfalls gegen die AGB des gastgebenden Vereins, was dazu führen kann, dass einem der Einlass verwehrt wird, indem dieser von seinem Hausrecht im Stadion gebraucht macht. Bei einem Schwarzmarktkauf muss man also niemals ein Eingreifen der Polizei fürchten.

Keine Angst vor dem Schwarzmarktkauf am Stadion

Die Vereine werden vor allem beim Online-Handel von Tickets aktiv und gehen dort auch juristisch vor. Bei dem Kauf einzelner Tickets direkt vor dem Stadion kann hingegen aus praktischer Sicht wenig passieren – es sei denn, man wickelt des Geschäft direkt vor den Augen eines Ordners am Eingang ab. Nur Mut also, wenn es darum geht, für das restlos ausverkaufte Topspiel kurz vor knapp doch noch Karten zu bekommen.

Ist der Kauf unmoralisch, weil Befeuerung des Schwarzmarkts?

Nun stellt sich aber die interessante Frage, ob man aus Prinzip keine Karte schwarz kaufen sollte, um dem Schwarzhandel insgesamt eine Absage zu erteilen. Die Argumentation dahinter: Händler, die Fußballtickets ankaufen, nur um diese mit Gewinn weiterzuverkaufen, schaden dem Fan, der letztendlich für den Aufpreis bluten muss. Kurz: Wer schwarz kauft, verteuert mittelbar die Eintrittspreise.

Viagogo bekämpfen

Diese Argumente lassen sich durchaus hören und sollten vor allem dann berücksichtigt werden, wenn eine Professionalisierung des Schwarzmarktes beginnt, wie sie z.B. Unternehmen wie Viagogo im großen Stil betreiben. Solche Geschäftsmodelle schaden den zahlenden Fans in jedem Fall und sollten deshalb auf vereinspolitischer Ebene bekämpft werden, wie es beim HSV und bei Schalke 04 bereits erfolgreich gemacht worden ist.

Keine überhöhten Preise zahlen

Aber auch der einzelne Schwarzhändler vor dem Stadion, der mit überhöhten Ticketpreisen Kasse machen will, schadet letztendlich dem Stadionbesucher, wenn auch in geringerem Maße. Deshalb sollte auch von diesen Leuten keine Tickets zu überhöhten Preisen gekauft werden. Leicht gesagt?

Wie man solche Händler alt aussehen lasst, erfahrt ihr in unseren Tipps zum Kauf von Tickets auf dem Schwarzmarkt vor dem Stadion. Und fairen Verkäufern, die ein Ticket zum Einkaufspreis übrig haben, einfach ein Bier ausgeben.

 

Du kannst einen Kommentar hinterlassen, oder einenTrackback von deiner eigenen Seite.

2 Kommentare zum Artikel “Fußball-Tickets auf dem Schwarzmarkt kaufen (Teil 2): Unmoralisch oder illegal?”:

  1. [...] von Viagogo und Co. gibt es derzeit einige Beiträge um den Ticketkauf abseits des Vereins. Die Stehplatzhelden fragen sich, ob der Schwarzmarktkauf unmoralisch oder illegal [...]

  2. Blacky sagt:

    Gute Aufbereitung des Themas ohne moralische Keule. Danke!

Hier kannst Du den Artikel kommentieren:

Protected by WP Anti Spam
Subscribe to RSS Feed Folge den Stehplatzhelden!